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Badeteiche und Naturbäder in Europa
Planungsbüro Grafinger Neufeldstr. 16 D-85232 Bergkirchen Tel: 0049-08131-354 703  Email: BueroGrafinger@aol.com
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Entwicklungsgeschichte der Schwimm - und Badeteiche und Naturbäder in Europa Vor länger als 30 Jahren haben Pioniere auf diesem Gebiet auf eigenes Risiko Anlagen gebaut, die grundsätzlich funktioniert haben und auch heute noch funktionieren. Sie haben damit eine Lawine losgetreten, die immer noch nicht zum Stillstand gekommen ist. Es gibt viele ambitionierte Firmen und Planer, die nach solider Literaturrecherche an die Sache herangehen und durchaus beachtliche Erfolge erzielen. Die Tücke aber liegt im Detail. Die Gefahr eines Fehlers durch Fehleinschätzung einzelner Einflussgrößen steht immer im Raum. Sicherheit bietet da nur Rat und Tat eines Profis. Historisch durfte man bei Überlegungen in dieser Richtung davon ausgehen, dass Baden im Teich, also auch in relativ kleinen Gewässern, möglich ist. Dorfweiher und Feuerlöschteiche gab es schon bevor Badeteiche in Mode kamen und es gilt als sicher, das in diesen künstlich angelegten Gewässern gebadet wurde. Begrenzender Faktor für die Badeeignung eines Kleingewässers ist die verfügbare freie Wasserfläche die es ermöglicht zu baden ohne Schlamm aufzuwirbeln: Zu jener Zeit beurteilte man die Badeeignung eines Gewässers nach der Sichttiefe. Man schwimmt nicht gerne in trübem Wasser. Natürliche Gewässer eignen sich gut zum Baden, wenn man über festen Untergrund im flachen Uferbereich tiefere Zonen erreichen kann. Badestellen an den Alpenseen mit Kiesufern entsprechen diesen Anforderungen. Über die genauen Vorgänge bei der natürlichen Selbstreinigung unserer Gewässer sind sich die Experten seit ca. 100 Jahren einig. Seit man erkannte, dass der Abbau von Verunreinigungen im Wasser über Bakterien läuft und nicht wie früher vermutet auf chemische Prozesse zurückzuführen ist, begann der Siegeszug der vollbiologischen Pflanzenkläranlage. Die in diesem Zusammenhang gewonnenen Erkenntnisse, zusammen mit neuen Technologien, gaben uns Werkzeuge zur Hand, um Kleingewässer anzulegen, die ebenso funktionieren wie die, vor mehr als 20.000 Jahren entstandenen, Alpenseen. Wem es gelingt, abgeschlossene Lebensräume zu schaffen, die alle Voraussetzungen erfüllen, dass sich die, an der natürlichen Selbstreinigung beteiligten, Lebewesen wohlfühlen, der ist auf dem richtigen Weg. Der Experte spricht dabei von geeigneten abiotischen Bedingungen, die erforderlich sind um Leben anzusiedeln. Begrenzender Faktor für die Badeeignung eines künstlich angelegten Gewässers ist dessen Stabilität - die Stabilität die entsteht , wenn pflanzliche und tierische Belebtheit im Gleichgewicht ist. Gestört wird dieses Gleichgewicht beispielsweise durch den Menschen, der durch sein Eintauchen in das inhaltlich relativ kleine geschlossene Ökosystem Teich Unruhe schafft: Unruhe nicht in Form von "Schlamm aufwirbeln", sondern durch direkten Eintrag von Nährstoffen aus menschlichen Ausscheidungen. Diese Störung löst im Gewässer Abwehrstrategien aus, die mit einer gewissen Verzögerung wirken. Aus tierischen oder menschlichen Ausscheidungen eingetragene Nährstoffe werden sofort verarbeitet, wenn die Wachstumsbedingungen günstig sind. Die Verarbeitung erfolgt durch Einbau im einen Prozess, der Grundlage allen Lebens ist. Wärme, Licht, Kohlendioxyd und Nährstoffe wie Stickstoff und Phosphor setzen einen Prozess in Gang, den wir Photosynthese nennen. In der Natur wird solange ununterbrochen produziert solange Wärme und Licht dies ermöglichen. Der nicht in ausreichender Menge vorhandene Grundstoff ist begrenzender Faktor. Im Zuge dieser Produktion pflanzlicher Biomasse wird Sauerstoff erzeugt. Mit dieser Problematik sind wir laufend konfrontiert, wenn z. B. Abwasser in stehendes Wasser eingeleitet wird. Das Leben im Wasser verändert sich. Je mehr Abwasser zufließt, desto mehr Nährstoffe werden produziert. Die Folge ist erhöhtes pflanzliches und tierisches Wachstum. Das Gewässer eutrophiert. Es ist nur eine Frage des Wasserinhaltes und der Zeit, bis das Gewässer die Belastung nicht mehr aushält. Wird die Leistungsfähigkeit der natürlichen Selbstreinigung überschritten, so wird jede weitere Einleitung zur Katastrophe.
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